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Heurigen Neu attrAktivieren - Die Umnutzung inaktiver, traditioneller Heurigen am Beispiel des Weinguts Schaflerhof in Traiskirchen (NÖ)

ID-Nr.: TB0219
Datum: 04.03.2022
Themenstatus:
abgeschlossen
PDF | Download Details zu TB0219
Kategorie(n) der Arbeit:
Masterarbeit, Diplomarbeit
Wissenschaftsdisziplin(en):
Technische Wissenschaften / Bauwesen
Studienrichtung(en):
Architektur
Ab wann kann das Thema bearbeitet werden:
03/2021
Bis wann muss das Thema fertig bearbeitet sein:
02/2022
Geplante Dauer:
1 Jahr
Organisationszugehörigkeit:
Student*in
Themenanbieter*in:
Student*in

Themeninhalt:
Welche wissenschaftlichen Fragestellungen sollen behandelt werden?

Wie können leerstehende, traditionelle Heurigen durch neue gemeinschaftliche Wohnformen wieder attraktiviert werden?

Die Heurigenkultur hat einen großen Stellenwert in Österreich und ist sogar in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen worden. In den letzten Jahren wurde jedoch ein erheblicher Rückgang der Anzahl von kleinen Weinbaubetrieben festgestellt, da oft die Familientradition im klassischen Sinne nicht mehr weitergeführt wird. Daher kommt es zu einem vermehrten Leerstand von traditionellen, bestehenden Weingütern. Auf der anderen Seite beschäftigen sich Stadtplaner:innen, Politiker:innen und Vertreter:innen der Bauindustrie und Immobilienbranche seit Jahren mit dem Thema der Wohnungsknappheit sowie der großen Nachfrage nach Wohnraum. Wohnen befindet sich im Wandel, der Wunsch nach Gemeinschaft kehrt zurück und neue Wohnformen, wie zum Beispiel Co.Housing oder Cluster-Wohnungen, werden angestrebt. Das Ziel dieser Arbeit ist es, beide Themen miteinander zu kombinieren, die bestehenden Höfe neu zu aktivieren und damit zu attraktiveren.

Zuerst werden dabei im Theorieteil die Hintergründe des Weinbaus und der Heurigenkultur sowie der Hofhäuser und die Entwicklung neuer Wohnformen beleuchtet. Diese werden ausführlich ausgearbeitet, durch aussagekräftige Referenzbeispiele dargestellt und mit diversen Interviews komplettiert. Auf Recherchen und Analysen basierend wird ein Entwurf auf einem Grundstück in Österreich erarbeitet. Die Liegenschaft befindet sich im Zentrum des Weinlandes Thermenregion in Niederösterreich, welches besonders für seine Heurigenkultur bekannt ist. Das zu behandelnde Bestandsgebäude setzt sich aus zwei Langstreckhöfen zusammen, welche gemeinsam mit Zubauten einen vierkanthofähnlichen Charakter ausbilden.

Als Resultat werden die bestehenden Gastronomie- und Wohnflächen für ein gemeinschaftliches Wohnen diverser Altersgruppen herangezogen, der zentrale Innenhof dient als Begegnungszone und soll die Kommunikation fördern. Die Produktionshalle und Seminarräume werden zu einem neuen Co.Working Bereich umfunktioniert, in der jetzigen Garage wird eine vielseitige Werkstätte eingerichtet. Die Kellerflächen erhalten unter anderem eine landwirtschaftliche Nutzung, um verschiedene Gemüsesorten anzupflanzen. Das Dach der Produktionshalle wird zu einer Terrasse mit Urban-Gardening ausgestaltet. Auf dem bestehenden Kunden-Parkplatz wird teilweise ein Neubau errichtet, welcher durch öffentliche Einrichtungen nicht nur einen Mehrwehrt für die Gemeinde darstellt, sondern auch mit kleinen Wohneinheiten für ein Boarding-House ausgestattet wird. Ein zweiter kleiner Innenhof entsteht,

Ziele der wissenschaftlichen Arbeit:
Die Umnutzung des in Zukunft leerstehenden Heurigen Schaflerhof in Traiskirchen soll als beispielhaftes Projekt für ähnliche Konstellationen dienen, welche durch die gesellschaftspolitischen und kulturellen Veränderungen des letzten Jahrhunderts mehr und mehr zu Tage treten. Zugleich liefert es auch einen positiven Input auf die Themen des Bodenverbrauchs und der Zersiedelung, welche einen großen Stellenwert in Österreich haben und womit umgegangen werden muss.

Ansprechperson
Gesellschaft für Forschungsförderung Niederösterreich m.b.H. - Themenbörse

Porträt Karin Peter
Mag. Karin Peter
Themenbörse Abschlussarbeiten, FH-Förderung
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