„Subjektive Sicherheit von Lehrpersonen in Niederösterreich: Einflussfaktoren, Wahrnehmung und Handlungsmöglichkeiten“
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Themeninhalt:
Welche wissenschaftlichen Fragestellungen sollen behandelt werden?
Der theoretische Rahmen der Arbeit kombiniert mehrere Ansätze, um Lehrersicherheit umfassend zu analysieren. Ausgehend von der Soziologie der Sicherheit wird zwischen objektiver Gefährdung und subjektivem Sicherheitsgefühl unterschieden, ergänzt durch die Schulklima-Theorie, die ein positives Schulklima mit Dimensionen wie sozialen Beziehungen, Fairness und Unterstützung als Schutzfaktor versteht. Zudem werden Stress- und Belastungstheorien, insbesondere das Job-Demand-Resources-Modell, herangezogen, um Sicherheit im Zusammenhang mit Arbeitsbelastung, Ressourcen, Burnout und Arbeitszufriedenheit zu betrachten. Ergänzend dazu ermöglichen Gewalt- und Konflikttheorien im schulischen Kontext eine Differenzierung verschiedener Formen von Unsicherheit, wie verbale und physische Übergriffe oder strukturelle Konflikte, wodurch Sicherheit sowohl auf psychologischer als auch auf struktureller Ebene analysiert werden kann.
Ziele der wissenschaftlichen Arbeit:
Ziel dieser Arbeit ist es, die Wahrnehmung von Sicherheit bei Lehrpersonen in Niederösterreich zu untersuchen, zentrale Einflussfaktoren zu identifizieren und darauf aufbauend praxisnahe Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und des Schulklimas abzuleiten.
Motivation und Beweggründe für die Themenwahl
Die Sicherheit von Lehrpersonen ist eine zentrale Voraussetzung für qualitativ hochwertigen Unterricht und ein funktionierendes Schulklima, wird jedoch im schulischen Diskurs oft unterschätzt. Zunehmende Berichte über Konflikte, Gewalt und psychische Belastungen im Schulalltag machen deutlich, dass dieses Thema auch in Niederösterreich an Relevanz gewinnt. Ziel der Arbeit ist es daher, ein besseres Verständnis für die Wahrnehmung von Lehrersicherheit zu entwickeln und daraus konkrete Ansatzpunkte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen abzuleiten.
Sonstige Informationen
Mögl. Forschungsfrage und Unterfragen:
Hauptfrage:
Wie wird Sicherheit von Lehrpersonen an Schulen in Niederösterreich wahrgenommen und welche Faktoren beeinflussen diese Wahrnehmung?
Mögliche Unterfragen:
Welche Formen von Unsicherheit (z. B. Gewalt, Konflikte, psychische Belastung) erleben Lehrpersonen?
Welche Rolle spielen Schulklima, Führung und Präventionsmaßnahmen?
Gibt es Unterschiede zwischen Schultypen (z. B. Volksschule vs. Sekundarstufe)?
Welche Maßnahmen werden als wirksam wahrgenommen?
Empirie:
Die Studie folgt einem Mixed-Methods-Design, das quantitative und qualitative Ansätze kombiniert. Im quantitativen Teil wird mittels eines Online-Fragebogens unter Lehrpersonen in Niederösterreich die wahrgenommene Sicherheit, Erfahrungen mit Konflikten und Gewalt, das Schulklima sowie vorhandene Unterstützungsstrukturen erhoben und anschließend mit deskriptiver Statistik und Regressionsanalysen ausgewertet. Ergänzend dazu werden im qualitativen Teil 8–15 leitfadengestützte Interviews durchgeführt, um individuelle Erfahrungen, subjektive Deutungen und Verbesserungsvorschläge zu erfassen, die anschließend mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse (z. B. nach Mayring) ausgewertet werden.
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Ansprechperson
Land Niederösterreich, Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Wissenschaft und Forschung - Themenbörse