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Die Plattform für
wissenschaftliche Arbeiten

15.07.2022

Symbiose Biosphärenpark-Themenbörse

Ohne altem Baumbestand gibt es keine Nymphenfledermäuse.

K. Bürger

Ob Borken- oder Totholzkäfer, Totholz, Feucht- oder Schutzgebiete, Baumartenklassifikation oder Mikrobaumhabitate. Hauptsache Naturwissenschaft, Biosphärenpark Wienerwald und Themenbörse Abschlussarbeiten. Der Biosphärenpark Wienerwald ist regelmäßiger Themenlieferant und Nutzer der Themenbörse Abschlussarbeiten und ermöglicht damit zahlreiche, wichtige, naturwissenschaftliche Erkenntnisse. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch das 200. Thema eines vom Biosphärenpark Wienerwald war.

Vera Wenger hat es in einer Bachelorarbeit behandelt und setzt sich darin mit Baummikrohabitaten (BMH) auseinander, die ein vielversprechendes Konzept im integrativen Naturschutz sind. Die Ausarbeitung des Potenzials von BMH als Biodiversitätsindikatoren ergab, dass die Diskussion noch nicht abgeschlossen ist und unterschiedliche, teils entgegengesetzte Meinungen bestehen. Frau Wenger kommt zum Schluss, dass sich Baummikrohabitate als Biodiversitätsindikatoren eher nicht gut eignen. Sie funktionieren eher als punktuelle Beschreibung einzelner Arten oder als ergänzende Beschreibung von struktureller und ökologischer Vielfalt.

Das Konzept Baummikrohabitate - was es leisten kann

Daraus ergibt sich auch die Beantwortung der Frage nach dem Potenzial des Konzeptes für das Biodiversitätsmonitoring in Naturschutzgebieten. Auch wenn sich BMH nicht wirklich als allgemeine Biodiversitätsindikatoren verwenden lassen, können sie einen wertvollen Beitrag zum Biodiversitätsmonitoring leisten. Die Integration des BMH Konzepts in das bereits bestehende Biodiversitätsmonitoring des Biosphärenparks Wienerwald hat ebenfalls großes Potenzial. In dem Monitoring wird unter anderem Totholz aufgenommen, wobei in dieser Überkategorie neben den strukturellen Merkmalen, die durch Totholz gegeben sind, auch Strukturen an lebenden Bäumen festgehalten werden.

Das Konzept BMH ist darüber hinaus besonders wertvoll, da es durch die hierarchische Konzeption nicht nur bei der Auswertung und dem Umgang der Daten behilflich sein kann, sondern vielmehr bei der Aufarbeitung und dem öffentlichen Umgang mit den Ergebnissen. Es bietet dabei eine gute Möglichkeit, strukturelle Vielfalt übersichtlich zu präsentieren und durch die Gliederung in Gruppen eine leicht erkennbare Ordnung zu schaffen.

Letzter Pluspunkt: das BMH-Konzept hat das Potenzial, die Verbindung zwischen waldbewohnenden Lebewesen und eben Mikrohabitaten besser zu visualisieren. Dadurch kann ein erweitertes Verständnis für die Abhängigkeit verschiedener Artengemeinschaften von bestimmten Strukturmerkmalen geschaffen werden.

Informationen zum Bachelorthema sowie zur Bachelorarbeit

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