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22.01.2024

Bestand als Maß aller Dinge - eine Volksschule in Grabern

Die Zukunft der Volksschule Schöngrabern: Bestand, oder Nicht-Bestand, das war und ist die Frage. Diskurs inklusive.

© Bob Martens/TU Wien

Die Neuinszenierung des Stücks "Zukunft der Volksschule Schöngrabern" feierte am 19. Jänner 2024 Premiere. Dramaturgisch bedeutend war die Umsetzung der Idee von der Lust aufs Land, in dem für das derzeit noch als Schule genutzte Gebäude neue Nutzungsideen und -konzepte von Architekturstudierenden der Technischen Universität (TU) Wien realisiert werden sollten. Bei der Premiere wurde die kreative Auseinandersetzung mit dem Bestandsgebäude vom Publikum - Bürgermeister Leeb mit seinem Gemeindeteam - beklatscht. Regie führte Bob Martens von der TU Wien, die 20 Architekturstudent*innen brillierten als Architekturensemble und performten ihre kreativen Nutzungsideen und -entwürfe in der Lehrveranstaltung Entwerfen. Das Schulgebäude könnte mit neuem Leben auf mehreren Ebenen - innen wie außen - die Vision einer neuen Ortsmitte erfüllen.

Die Architekturstudierenden gingen von der Annahme aus, dass das in zwei Jahren alte und somit leerstehende Volkssschulgebäude und dessen Geländeumfeld in ein lebendiges Ortszentrum verwandelt wird. Die Studierenden tranferierten den Zukunftswunsch der Gemeinde Grabern, Platz zu schaffen, ins Jetzt.  Eindeutiges Ziel: Soziales Leben im Innen- wie im Außenbereich des Gebäudes, um sich dort gerne niederzulassen. Die Ideen dazu reichen von Veranstaltungszentrum über eine Seniorenresidenz, einem Marktplatz, Künstlertreff bis hin zum Besucherzentrum, das eine Brücke zwischen Gegenwart und Geschichte baut.

Die Frage aller Fragen - Bestand oder nicht Bestand

Die architektonische Herausforderung: die Beantwortung der Frage nach dem „Wie“. Was soll möglicherweise bereits im Vorfeld abgebrochen werden? Wieviel sollte im Sinne der lokalen Identität unbedingt erhalten bleiben? Der Bestand wird damit zum Maß kommender Dinge. 

Im lebendigen Austausch mit Bürgermeister Leeb und anderen Gemeindevertreter*innen wurde während des Wintersemesters 2023/24 von jeder und jedem der etwa 20 Studierenden abgewogen, wieviel an Kubatur, Höhe oder Fläche verträglich wäre, wobei das jeweils eigene Nutzungskonzept bei diesen Überlegungen herangezogen wurde. Die Auseinandersetzung mit dem Bestandsgebäude stand im Fokus und wurde im Diskurs zwischen den Studierenden und der Gemeindevertretung besprochen und bildete die eigentlich Spannung im Projekt "Volksschule Schöngrabern neu".

Bürgermeister Herbert Leeb meint dazu: "Die Projekte zeigen eine Breite auf, wie man es sich nur wünschen kann. Sie eröffnen ein buntes Bild dessen, was sein könnte - in all seiner Vielfalt und seinen Möglichkeiten. Es wird daher eine Zeit der lebendigen Diskussion und Auseinandersetzung auf möglichst breiter Ebene auf die Gemeinde zukommen. Durch das Projekt ist der Diskurs jedenfalls eröffnet worden. Dennoch darf der wirtschaftliche Hintergrund dabei nicht auf der Strecke bleiben, um zu einer letztlich tragfähigen Lösung zu kommen, mit der die Ortsmitte Schöngraberns fit für die Zukunft gemacht werden kann.“

Einige Auswahl an Entwürfen samt Erläuterung der dahinterstehenden Nutzungsidee findet man unter dem Link.

Ausblick

Im Sommersemester 2024 werden zwei Leerstände der Stadtgemeinde Neulengbach mit neuen Nutzungsideen versorgt. Mit dabei erneut die TU Wien und Bob Martens, neu sind die Architekturstudierenden. Auch diesmal dürfen wir gespannt sein, welche Nutzungsideen von den Studierenden für den innerstädtischen Leerstand vorgeschlagen werden.

Leerstand im Weinviertel - Handbuch und Film

Umfassende Infos und Lösungsvorschläge zum Thema 'Leerstand' bieten auch die Leader-Regionen im Weinviertel: sie wollen zusammen mit den Gemeinden sowie den Klein-, KEM- und KLAR!-Regionen für volle Häuser im Weinviertel sorgen. Die Weinviertler Leader-Regionen haben zum Thema Leerstand ein “Ideenbuch für Macher:innen” mit Informationen und Beispielen herausgegeben.

Mit einem Film zum Thema ‘Leerstand’ wollen sie dazu motivieren, neue und innovative Ansätze auszuprobieren, um Leerstand gut zu nutzen. Sämtliche Unterlagen der Konferenz “Full house Weinviertel” zum Thema Leerstand stehen zum Download bereit.

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